16.02.2010

 

Vortrag:

Hochmotiviert, überengagiert, resigniert - Burnout

19.30 Uhr
Gründer- und Anwendungszentrum Espelkamp GAZ II, Fritz-Souchon-Str. 27, 32339 Espelkamp

 

Referentin: Ursula Schellenberg, Dipl.-Sozialarbeiterin

 

Das Phänomen, das heute mit Burnout bezeichnet wird, wurde in den 50er Jahren als „die Erscheinung des vollständigen und zunächst unerklärlichen Motivationsverlustes bei den helfenden oder Sozialberufen“ beschrieben.

Die Phasen des Burnouts sind mit den Schlagworten der Überschrift dargestellt: Am Anfang stehen hoch motivierte Leute mit Zielen und Idealen – der Traum eines jeden Arbeitgebers oder jeder Kirchengemeinde. Doch sie wollen so unbedingt ihre selbstgesteckten Ziele erreichen, dass sie überengagiert werden. Ihre Devise ist: mehr Anstrengung wird schon zum Ziel führen. So leisten sie Überstunden, scheinen immer unentbehrlicher und vernachlässigen doch andere Bereiche ihres Lebens. Es tritt ein Erschöpfungszustand ein. Wenn sie noch immer nicht Abschied von ihren Zielen nehmen, kann es zur Resignation führen. Die Schuld für das Scheitern wird bei sich selbst oder bei den Verhältnissen gesucht. Menschen werden dabei depressiv oder nörglerisch pessimistisch. Jeglicher Spaß an der bisherigen Tätigkeit wird verloren. Es kommt zur inneren Kündigung.

Als Ursache für das Burnout spielen belastende Bedingungen eine Rolle. Hinzu kommen aber immer die Persönlichkeitsfaktoren der Burnout-Persönlichkeit.

•     Sie ist hungrig nach Anerkennung.
•     Sie strengt sich noch mehr an, wenn Stress und Rückschläge auftreten.
•     Sie sucht sich Menschen zum Vorbild, die es (scheinbar) schaffen.
•     Sie nimmt Erschöpfungssymptome nicht ernst, sondern reagiert auf sie wie auf Feinde, die es zu schlagen gilt.

Es gibt spezielle Grundtatsachen zum Burnout bei Frauen: Burnout und die Umsorgerin, weiblicher Perfektionismus, vorenthaltene Anerkennung sind Themen, die Frauen deutlich häufiger betreffen als Männer. Für Betroffene gibt es Hilfe: man kann sich vor Burnout schützen und es gibt auch Auswege aus dem Burnout.
„Sich seiner selbst bewusst werden, also der eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Fähigkeiten, ist der erste und wichtigste Schritt im Kampf gegen das Burnout-Syndrom.“ (Herbert Freudenberger)
Es werden 12 Punkte zur Burnout-Verhütung und –Rekonvaleszenz vorgestellt. Das Referat macht Mut, sich der eigenen Burnout-Gefährdung zu stellen und etwas dagegen zu unternehmen.

 

 

Kosten: Für Nichtmitglieder 8,00 EUR. Im Preis ist ein Begrüßungsgetränk enthalten.

 

Interessierte Frauen (und Männer), gerne auch Nicht-Unternehmerinnen, sind bei UTE immer herzlich willkommen. Zwecks Planung der Räumlichkeiten wird um Anmeldung gebeten. Dieses ist über die Internetseite www.ute-web.com möglich oder telefonisch bei Ruth Graf Büroservice (Tel. 05743-2373) oder Beate Henke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Espelkamp (Tel. 05772/562108).

 

Anmeldung erbeten über: http://www.ute-web.com/termine/anmeldungute/anmeldungute.html.